Salzburger Landestheater bringt Forschungs-Thriller
13.01.2026
Spätestens seit Christopher Nolans gleichnamigem Erfolgsfilm aus dem Jahr 2023 ist der Name Oppenheimer weltweit bekannt. J. Robert Oppenheimer, der „Vater der Atombombe“, hat mit seiner Arbeit die Welt unwiderruflich verändert. Ab 22. Jänner bringt das Salzburger Landestheater seine Geschichte als packenden Theaterabend auf die Bühne der Kammerspiele.
Autor Stefano Massini widmet sich J. Robert Oppenheimers in einem packenden Forschungs-Thriller, in dem das „Manhattan Project“ im Mittelpunkt steht – und damit nicht nur Oppenheimer selbst, sondern auch die Hoffnungen, Zweifel und inneren Kämpfe jener Wissenschaftler und Finanziers, die vor dem Nationalsozialismus aus Europa in die USA geflohen sind. Bereits 1938 beginnen sie in New York mit der Forschung zur militärischen Nutzung von Uran – getrieben von der Angst, Hitler könnte zuerst über die Atombombe verfügen.
Massini erzählt dieses zentrale Kapitel der Geschichte als rasantes Epos voller sprachlicher Wucht und mit einem Crescendo der Spannung. Regisseur Claus Tröger besetzt die titelgebende Rolle mit Kammerschauspielerin Britta Bayer und eröffnet damit eine überraschend neue Perspektive auf Oppenheimer.
Geboren 1975 in Florenz, zählt Stefano Massini zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen italienischen Theaters. Seit 2000 arbeitet er auch als Regisseur, 2005 wurde er mit dem Premio Pier Vittorio Tondelli ausgezeichnet. In Salzburg feierte seine Inszenierung von „Lehman Brothers“ unter der Regie von Claus Tröger großen Erfolg.
Claus Tröger ist dem Salzburger Landestheater seit Jahren eng verbunden. Neben Inszenierungen in Südtirol, Bayern und Bautzen kehrt er regelmäßig künstlerisch nach Salzburg zurück. Er gilt als Meister dramatischer Form und hat unter anderem mit Erich Uiberlacker als Bühnenbildner Stücke wie „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, „Lehman Brothers“ und Horváths „Hin und Her“ eindrucksvoll auf die Bühne gebracht.

