Gesundheitsdestination Gastein: Waldtherapie zeigt Wirkung

07.01.2026

rojektteam (c) Daxenbichler Paracelsus Universitaet
Gasteiner Projektteam

Eine neue klinische Studie im Rahmen des EU-Forschungsprojektes WiWa² in Gastein zeigt: Gezielte aktive Aufenthalte im Wald können die Therapieerfolge bei chronischen Rückenschmerzen messbar verbessern. Wer sich in der Natur bewegt, profitiert körperlich und seelisch – und das auf Dauer.

Der alpine Naturraum Gastein gewinnt weiter an wissenschaftlich belegter Bedeutung als Gesundheitsdestination. Die klinische Studie WiWa², durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg (PMU), zeigt, dass strukturierte Bewegung in der Natur – sogenanntes Green Exercise in Kombination mit Waldtherapie – bei Menschen mit chronischen Rückenschmerzen nachhaltige gesundheitliche Effekte erzielt.

Die Studienergebnisse wurden kürzlich im Rahmen einer Fachpräsentation in Bad Hofgastein Vertretern aus Wissenschaft, Gesundheitswesen und Tourismus vorgestellt. Sie liefern klinische Evidenz für die Wirksamkeit alpiner Outdoor-Therapieformate im Rahmen der Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA).

Studienaufbau: Alpiner Bergwald als therapeutisches Setting

Im Rahmen der klinischen Studie nahmen 60 Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren mit chronischen, unspezifischen Rückenschmerzen teil. Über einen Zeitraum von zwei Wochen absolvierten sie eine standardisierte GVA in Bad Hofgastein. Während die Kontrollgruppe ein klassisches Indoor-Rehabilitationsprogramm durchlief, absolvierte die Interventionsgruppe Teile der Reha als strukturiertes Outdoor-Programm – bestehend aus Waldtherapie und Green Exercise.

Ergebnisse: Nachhaltigkeit als zentraler Mehrwert

Beide Therapieformen wirken – jedoch erzielte die Outdoor-Gruppe langfristig stabilere Effekte. Besonders deutlich fielen die Verbesserungen in Haltung und Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie bei der Balance aus. Auch die Reduktion von Ruheschmerzen hielt bei Teilnehmern der Waldtherapie bis zu 180 Tage an. Zudem zeigte sich eine geringere angstbedingte Bewegungsvermeidung – ein zentraler Faktor für nachhaltige Aktivität.

Aus wissenschaftlicher Sicht unterstreichen die Ergebnisse den gesundheitlichen Mehrwert des alpinen Settings: Bewegung in der Natur fördert nicht nur körperliche Funktionen, sondern unterstützt auch mentale Regeneration durch Achtsamkeit, Flow und reduzierte Stressbelastung. 

Gastein wirkt

Für den Gesundheits- und Tourismusstandort Gastein liefern die Studienergebnisse eine wichtige Grundlage zur Weiterentwicklung evidenzbasierter Angebote – von schmerzlinderndem Waldbaden über Green-Exercise-Wochen bis hin zu therapeutisch begleiteten Outdoor-Programmen. Mit der WiWa²-Studie stärkt Gastein seine Position als glaubwürdige alpine Gesundheitsdestination, in der Natur, Medizin und Tourismus wirksam zusammenspielen.

Weitere Infos: 

www.healing-alps.eu

www.gastein.com

www.pmu.ac.at

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