ADAC GT Masters 2026 begeistert 10.000 Fans am Salzburgring
06.09.2026
Das Motorsportfestival mit dem ADAC GT Masters als Highlight lockte am Wochenende bei wechselnden Wetterbedingungen rund 10.000 Motorsportfans in den Nesselgraben. Dabei schrammte der Steier Leo Pichler im Sonntags-Rennen des ADAC GT Masters mit Rang zwei nur ganz knapp an der Sensation vorbei.
„Nach der Premiere des Motorsportfestivals im Vorjahr war es heuer deutlich entspannter. Die Teams und auch wir wussten, was auf uns zukommt. Damit konnten wir es diesmal mehr genießen. Was uns ganz besonders freut: Die Multifunktionsarena Salzburgring konnte mit dieser Veranstaltung sehr viele Familien und junge Menschen an den Ring locken“ so die zufriedene Bilanz von Fritz Lehensteiner, Präsident des IGM Salzburgring.
Spektakuläre Crash-Serie im ADAC Tourenwagen Junior Cup
Blechsalat im ADAC Tourenwagen Junior Cup: Das heutige Rennen musste gleich zweimal neu gestartet werden, nachdem Fahrzeuge gestrandet waren. Die Windschattenduelle in den identischen VW Up GTI waren dennoch packend. Ausgerechnet der Führende Moritz Groneck drehte sich kurz vor Schluss ausgangs der Nocksteinkehre, eine Kettenreaktion führte zum Ausfall gleich mehrerer Fahrzeuge. Das spektakuläre Ende führte auch dazu, dass das Ergebnis der Vorrunde gewertet wurde. Der Sieger hieß damit trotz des Unfalls Groneck. Das einzige Mädchen im Feld, Emely Abt, belegte Platz 14.
Highligt ADAC GT Masters
Nachdem die Startaufstellung vom Grid Walk geräumt war, bot das ADAC GT Masters-Rennen wie schon am Samstag Spannung bis zum Schluss. Das Rennen war geprägt von verschiedenen Strategien und einem Sieger, der vom letzten Startplatz aus gestartet war. Im Rennen herrschte zunächst ein ähnliches Bild wie gestern, denn der razoon – more than racing-Porsche 911 GT3 des Österreichers Leo Pichler führte das Rennen deutlich an. Doch erneut war es die alternative Boxenstopp-Strategie eines Konkurrenten, die den Erfolg brachte. Der Lamborghini Huracán GT3 des Teams von Engstler Motorsport mit Finn Zulauf und Felix Hirsiger war nach einer Strafe anstatt von der Poleposition vom letzten Platz aus ins Rennen gegangen. Die folgende Aufholjagd war nicht nur sehenswert, sondern schließlich auch von Erfolg gekrönt.
Damit blieb dem besten Österreicher auch am Sonntag „nur“ Rang zwei. Dieses Mal waren es der Steirer Pichler und sein deutscher Teamkollege Colin Bönighausen, die Pokale überreicht bekamen. Begleitet von „Leo“-Sprechchören seines Fanclubs sagte Pichler nach dem Rennen: „Ich bin sehr happy mit dem zweiten Platz. Es muss alles zusammenpassen, damit man in diesem starken Feld aufs Podium fährt. Wir haben heute das Maximum rausgeholt, dem Lamborghini waren wir einfach unterlegen.“ Für den Zweitplatzierten von gestern, den Vorarlberger Kiano Blum (Ford Mustang GT3), blieb trotz Zwischenrang zwei zu Mitte des Rennens nur der elfte Rang stehen – technische Probleme hatten eine bessere Platzierung verhindert. Auch der dritte Österreicher im Bunde, der Oberösterreicher Tim Hütter, musste frühzeitig aufgeben.
Zum Abschluss des Rennsonntages fuhren die Tourenwagen-Legenden ihr zweites Rennen, mit dem Sieger Thomas Ardelt in einem Cup-Porsche. Der Oberösterreicher Christoph Gürtler wurde in einem BMW M3 E30 Dritter.
Der Motorsport-Herbst am Salzburgring geht mit dem Heimrennen des Histo Cups am 19. und 20. September 2026 in eine Verlängerung.
Das große Finale des ADAC GT Masters findet vom 9. bis 11. Oktober im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

