Mann soll den Roten Bullen frische Flügel verleihen
06.01.2026
Spannendender Sonntag in der Bullen Arena, bei Witterungsbedingungen und einem Termin, der wenig mit Fußball am Hut hat. Knapp 10 Grad unter der Nullgradgrenze und dennoch ein „heißer“ Fußball-Tag in Salzburg: Testspielkracher gegen den FC Bayern und quasi im Vorprogramm der erste öffentliche Auftritt des neuen Sportdirektors:
Die Spannung bei den zahlreichen Medienvertretern war groß, als die Roten Bullen knapp drei Stunden vor Bayern-Mach ihren neuen, wichtigen Man(n) vorstellen: Marcus Mann – seines Zeichens neuer Geschäftsführer Sport bei den Roten Bullen aus Salzburg.
Marcus Mann (41), geboren in Baden-Würtemberg, kickte als Abwehrspieler unter für Karlsruher SC, SV Darmstadt 98, Stuttgarter Kickers, 1. FC Saarbrücken und SV Wehen Wiesbaden. Nachdem Ende seiner Spieler-Karriere heuerte der der Schwabe im Sommer 2020 als Sportchef der Nachwuchsabteilung beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ein. Ab 2021 war er Sportdirektor bei Hannover 96. Mitte März 2025 wurde er zum Geschäftsführer bestellt. Seit dem 1. Januar 2026 ist er nun der neue Sportdirektor beim FC Red Bull Salzburg. Sein Vertrag läuft bei den Bullen vorerst bis zum 30. Juni 2030.
Mann setzt auf Letsch
Mit Spannung wurde bei der Pressekonferenz natürlich sein Statement zu den Trainerdiskussion erwartet. Da gab es wenig Neues, sondern ein klares Bekenntnis: Mann spricht seinem Landsmann aus aus Baden-Württemberg, Thomas Letsch, das volle Vertrauen aus uns stellt klar: „Er hat mein absolutes Vertrauen und meine Unterstützung. Ich habe es schon angesprochen, der Punkteschnitt, wie wir ihn hatten, wird sicherlich nicht reichen, um das Ziel zu erreichen. Deswegen müssen wir uns da definitiv verbessern. Thomas und sein Team haben meine vollste Unterstützung und Vertrauen“.
Gekommen um zu bleiben – Familie kommt aber nicht mit
Nicht die ewig Treue, aber eine lange Bindung und die Erfüllung des Vertrages, das haben im Fußballgeschäft schon viele Spieler, Trainer und Sportdirektoren gelobt. Dass es dann öfters anders kommt als erhofft, hat man bei den Roten Bullen in der Vergangenheit mehrfach erlebt. Mann`s Vertrag bei den Bullen läuft vorerst bis zum 30. Juni 2030. Er habe sich immer sehr stark mit seinen Klubs indentifziert und lässt durchblicken, dass er längerfristig mit und in Salzburg plant. Dennoch, seine Familie übersiedelt nicht mit nach Salzburg:
„Unsere Familie hat die Base in der Nähe von Stuttgart. Meine beiden ältesten Kinder gehen dort in die Schule und werden dort auch bleiben. Wenn ich zu Hause bin, stehe ich eher im Weg, als dass ich helfen könnte. Ich werde mir in Salzburg eine Wohnung suchen und die sie werden mich so oft es geht besuchen.“
Das Spielerkarussel
Kaufen und Verkaufen, an das wird man sich in Salzburg gewöhnen müssen. Sprich, das Spielerkarussel wird sich weiter heftig drehen. Das sei – so Mann – im modernen Fußballgeschäft unerlässlich. Er sprach auch davon, dass der aktuelle Kader recht groß sei und dass das für die Beteiligten nicht leicht sei. Konkretes war ihm dabei nicht zu entlocken. „Auf der einen Seite haben wir Ambitionen, große Ziele und auf der anderen Seite aber natürlich auch die wirtschaftliche Seite“, so Mann.

