Der Name „Silvester“ ist in Salzburg eine echte Rarität

27.12.2023

Am Sonntag feiert Salzburg den letzten Tag des Jahres. Die Silvesters oder Sylvesters in Salzburg sind dabei sehr selten, da der Name nicht mehr häufig vergeben wird. Seit 1984 sind nur sieben Buben mit diesem Namen im Bundesland Salzburg geboren worden, letztmals 2020. 

Ähnlich wie der Heilige Abend sowie Christ- und Stefanitag ist auch der 1. Jänner ein Tag mit sehr wenig Geburten in Salzburg. „Seit 1970 sind nur an den drei Weihnachtsfeiertagen noch weniger Babys auf die Welt gekommen, als am Neujahrstag. Eine Geburt am ersten Tag des Jahres ist somit wirklich etwas Besonderes und damit auch das Neujahrsbaby. An Silvester kommen im Vergleich dazu etwas mehr Kinder auf die Welt, aber noch immer weit weniger als an einem Durchschnittstag“, weiß Gernot Filipp, der Leiter der Landesstatistik.

  1. Jänner: Besonderer Geburtstag

Wie besonders eine Geburt am 1. Jänner ist, zeigen folgende Zahlen der Landesstatistik seit dem Jahr 2009. Im Lungau kam in den vergangenen 14 Jahren nur 2014 ein Baby am ersten Tag des Jahres auf die Welt. Auch im Tennengau und im Pinzgau gab es immer wieder Jahre in denen kein einziges Kind am 1. Jänner das Licht der Welt erblickte. Selbst in der Stadt Salzburg war dies 2014 einmal der Fall. Nur im Flachgau und Pongau wurde seit 2009 immer zumindest ein Mädchen oder Bub am Neujahrstag geboren.

Sechs Neujahrs-Zwillinge

Eine Geburt am 1. Jänner ist selten, aber noch seltener ist es Eltern von Neujahrs-Zwillingen zu werden. „Seit 1970 sind nur sechs Mal Zwillinge am ersten Tag des Jahres geboren worden, vier davon in den 1990er Jahren. 1991, 1995, 1996, 1999, und dann noch einmal 2001 und letztmals 2021. 1991 gab es einmal in 53 Jahren sogar Drillinge“, sagt Gernot Filipp von der Landesstatistik.

Neues Jahr, neue Lebensabschnitt

Das Hochzeitsdatum 1. Jänner ist gleich selten wie die Geburt von Zwillingen am Neujahrstag. Sechs Mal haben Paare seit 1970 am ersten Tag des Jahres geheiratet, letztmalig 2020. Scheidungen im Vergleich sind zu Jahresanfang deutlich häufiger. 69 Mal wurde an diesem Tag in den vergangenen 53 Jahren eine Ehe geschieden.

Silvester eher „trocken“

Wettertechnisch bleibt die Silvesternacht aus derzeitiger Sicht eher trocken. „Bis einschließlich Freitag hält das milde Wetter an, bevor es am Samstag mit dem Durchzug einer Störung unbeständiger und auch kälter wird. Die exakten Aussichten für Silvester sind noch eher unsicher. Ausschließen kann derzeit jedenfalls Neuschnee oder eine sehr kalte Nacht. Im Moment schaut es für die Silvesternacht großteiles trocken aus bei leichten Plusgraden im Norden und leichtem Frost in den Gebirgsgauen. Im Norden sind im Lauf der Nacht auch ein paar Regenschauer samt auflebendem Westwind möglich“, sagt Alexander Ohms von GeoSphere in Salzburg.

Frostiger Jahreswechsel eher Innergebirg

Eine frostige Silvesternacht erlebt man in der Regel Innergebirg. „Minus 21 Grad hatte es beispielsweise beim Jahreswechsel 2000/2001 in Tamsweg. Unter minus 10 Grad sind hier in der Silvesternacht häufig, zuletzt vor drei Jahren mit minus 11 Grad“, weiß Alexander Ohms und er ergänzt. „Außergebirg schaut es anders aus. Seit 2010 blieb die Silvesternacht in der Stadt Salzburg siebenmal gänzlich frostfrei – wie auch in den letzten beiden Jahren. Am kältesten im langjährigen Vergleich war es in der Landeshauptstadt zum Jahreswechsel 1992/93. Minus 12 Grad zeigte das Thermometer damals an“, so Ohms.

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